Barmer
An einem psychischen Leiden zu erkranken ist keine Seltenheit: jede fünfte Person erkrankt zumindest einmal im Leben daran. Stress im Beruf, die Trennung oder sogar der Verlust eines geliebten Menschen können das gewohnte Leben plötzlich und völlig unerwartet beeinträchtigen. Wie körperliche Krankheiten, so sind auch psychische Störungen gut behandelbar und teilweise heilbar. Je früher eine psychische Störung erkannt und behandelt wird, desto eher und leichter kann man sie in den Griff bekommen.
Zur Behandlung bedarf es oftmals des Einbezugs mehrerer medizinischer Disziplinen. Eine Vernetzung der Behandlungsabläufe findet allerdings in der bisherigen Versorgung kaum statt. Grund ist die strukturelle Trennung der an der Behandlung mitwirkenden Leistungsbereiche. Die Folge davon ist u.a. ein erhöhtes Behandlungsaufkommen in den Krankenhäusern, obwohl viele stationäre Aufnahmen nicht zwingend notwendig sind und durch eine koordinierte ambulante Behandlung vermieden werden könnten.

Aus diesem Grund stellt die BARMER in Zusammenarbeit mit der Abitato gGmbH eine Versorgung innerhalb eines Netzwerks sicher, bei dem Menschen mit psychischen Erkrankungen professionelle Hilfe bekommen.
So erhalten diese eine frühzeitig abgestimmte und individuelle Versorgung, ausgerichtet am persönlichen Bedarf. Ein Netzwerk bestehend aus unterschiedlichen Professionen (ärzte, Fachpfleger, Sozialarbeiter, Psychologen und Therapeuten) arbeitet hierbei eng zusammen. So kann die Behandlung optimal aufeinander abgestimmt und gemeinsam Ziele und Erfolge der Therapie festgelegt werden. Darüber hinaus stellt die Einbeziehung des sozialen Umfeldes in die Behandlung - gegebenenfalls auch im häuslichen Bereich - einen weiteren wichtigen Baustein für den Therapieerfolg dar. Insbesondere der teilweise aufsuchende Charakter der Behandlungsabläufe kann eine Entlastung für Patient und Angehörigen darstellen.